Optimieren von Ein- und Auslasskanälen

Trotz aller Verbesserungen an den Zylinderköpfen der neueren 1000/1100er 2V Motoren ist das Layout der Ansaugkanäle eine echte Leistungsbremse. Das haben zahlreiche Versuche und Messungen ergeben. Aufwändige Nacharbeit bringt hier nur mäßigen Erfolg. Die Radikallösung der Anfertigung neuer Köpfe wurde mit Hilfe des gesunden Menschenverstandes gleich wieder verworfen. Aber die Sache ließ keine Ruhe. Es wurden zahlreiche Köpfe bei viel Schweißarbeit geändert, auf der Fließbank (Flowbench) gemessen und wieder geändert.

Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend!







Im Vergleich zum Serienzustand konnte bei einem um 2 mm vergrößerten Einlassventil (D 47 mm) ein um ca. 40% verbesserter Durchfluss erreicht werden. Bei Verwendung der 998 Drosselklappen,
D 49 mm Einlassventil und entsprechender Kanalvergrößerung ergab sich eine weitere Steigerung auf etwa 45%! Weil ein Wärmeverzug der Köpfe durch die umfangreichen Schweißarbeiten nicht zu verhindern war, die Nacharbeit sehr zeitintensiv, alternative Klebereien mit Kunststoff-Vergussmassen im Zylinderkopf für mich nicht in Frage kamen, war aber erst mal Pause in der Sache.










Eine sinnvolle und praktikable Lösung wurde später aber doch gefunden. Ein CNC gefertigter Einsatz aus Aluminium wird in den mit identischer Form ausgefrästen Zylinderkopf formschlüssig eingesetzt. Vorteilhaft ist der Einsatz baugleich für den horizontalen wie vertikalen Kopf. Die notwendige Schweißarbeit ist damit auf ein Minimum begrenzt und Verzug nicht zu befürchten.

Natürlich ist es mit dieser Art Umbau der Zylinderköpfe nicht alleine getan. Die Vergaser, respektive Drosselklappeneinheit muß jetzt in einem wesentlich anderen Winkel auf die Köpfe montiert werden.  Serien-Luftkästen passen nicht mehr, eventuell stehen Rahmenstreben im Wege, TÜV ist legal nicht möglich. Jedoch sitzt das Leistungsvermögen eines Motors nun mal im Zylinderkopf und hat damit Priorität bei konsequentem Tuning dieser Motoren.